Betriebliche Altersvorsorge Rechner
Lohnt sich deine bAV wirklich? Vergleiche die Entgeltumwandlung mit einem ETF-Sparplan – ehrlich gerechnet, mit allen Abzügen im Alter.
bAV oder ETF-Depot? Der ehrliche Vergleich
Gleicher Netto-Aufwand, zwei Wege: Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung vs. ETF-Sparplan aus dem Nettogehalt. Alles in heutiger Kaufkraft.
Netto-Aufwand/M
155 €
bei 345 € bAV-Beitrag
Kapital mit 67
228.995 €
ETF: 138.023 €
Vorteil ETF
339 €/M
im Ruhestand, netto
Annahmen: 5 % reale Aktienmarktrendite (Ansparphase), 3,5 % real in der Entnahmephase, ETF-TER 0,2 %, Steuer- und Sozialrecht 2026, ledig, kinderlos, gesetzlich krankenversichert, Rente ab 67, ETF-Verzehr bis 90. Keine Anlageberatung – rechne mit deinen eigenen Vertragswerten.
So funktioniert der Rechner
Der Rechner vergleicht zwei Wege mit exakt demselben Netto-Aufwand: Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung (der häufigste bAV-Weg) gegen einen ETF-Sparplan aus dem Nettogehalt. Das Besondere: Er rechnet die Kette komplett zu Ende – auf der bAV-Seite also nicht nur die Steuer- und Sozialabgabenersparnis von heute, sondern auch die volle Besteuerung der Betriebsrente, die Kranken- und Pflegebeiträge im Alter (voller Satz!) und die Kürzung deiner gesetzlichen Rente durch die Umwandlung. Genau diese Posten fehlen in fast jeder Beispielrechnung, die dir ein Vermittler zeigt.
Alle Beträge sind real, also in heutiger Kaufkraft (5 % reale Aktienrendite in der Ansparphase, 3,5 % in der Entnahmephase), Steuer- und Sozialrecht Stand 2026, Musterprofil ledig, kinderlos und gesetzlich krankenversichert. Die Effektivkosten deiner Police und den garantierten Rentenfaktor findest du im Produktinformationsblatt deines Angebots.
Das Ergebnis einordnen
Im Standardfall – 15 % Pflichtzuschuss, marktübliche 1,8 % Effektivkosten, Rentenfaktor 25 – liefert das ETF-Depot mehr als die doppelte Nettorente. Damit die bAV gleichzieht, müsste dein Arbeitgeber deinen Beitrag um rund 135 % bezuschussen. Deshalb gilt als Faustregel: Nimm alles mit, was der Arbeitgeber zusätzlich zahlt – aber wandle kein eigenes Gehalt um, solange Zuschuss und Konditionen nicht stimmen.
Die komplette Herleitung mit allen Annahmen, Szenariotabellen, der Todesfall-Bilanz und einem kritischen Blick auf die Vertriebsbranche findest du im ausführlichen Ratgeber: Warum sich die betriebliche Altersvorsorge selten lohnt – die ehrliche Rechnung.
Drei Zahlen entscheiden: der echte Arbeitgeberzuschuss (15 % sind gesetzliche Pflicht, kein Geschenk), die Effektivkosten aus dem Produktinformationsblatt (über 1 % ist teuer) und der garantierte Rentenfaktor (10.000 geteilt durch den Faktor = Monate, bis dein Kapital brutto zurückgezahlt ist). Stell die Werte oben ein – der Rechner zeigt dir sofort, ob dein Angebot gegen ein simples ETF-Depot besteht. Mehr dazu im bAV-Ratgeber.
Hinweis: Der Rechner ist eine Modellrechnung und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Privat Krankenversicherte, Tarifverträge oder ein sehr hoher Arbeitgeberzuschuss können das Ergebnis deutlich verschieben – Details und alle Annahmen im Ratgeber.