Die Berkshire-Hathaway-Aktie ist hier als Klasse-A-Aktie (Symbol BRK-A) gelistet. Es handelt sich um eine gewöhnliche Aktie der Berkshire Hathaway Inc. mit Sitz in Omaha, Nebraska, die an der NYSE gehandelt wird. Daneben existiert die Klasse-B-Aktie, die deutlich kleiner gestückelt ist. Die A-Aktie gehört zu den Papieren mit dem höchsten Stückpreis weltweit, weshalb viele Privatanleger eher zur B-Klasse greifen.
Berkshire Hathaway ist ein Mischkonzern (Holding), der von Warren Buffett über Jahrzehnte geprägt wurde. Das Herzstück ist das Versicherungsgeschäft, zu dem unter anderem GEICO und große Rückversicherungseinheiten zählen. Die Prämieneinnahmen schaffen den sogenannten Float, also Geld, das vorübergehend zur Verfügung steht und investiert werden kann. Hinzu kommen die Eisenbahngesellschaft BNSF, der Energieversorger Berkshire Hathaway Energy sowie zahlreiche Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Außerdem hält der Konzern große Aktienpakete börsennotierter Unternehmen und verfügt über hohe Liquiditätsreserven. Der wichtigste Markt sind die USA.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte Berkshire Hathaway einen Umsatz von 330,3 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 59,6 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 18 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 387.800 Mitarbeiter. Der Nettogewinn kann wegen der Bewertung der Aktienbeteiligungen von Jahr zu Jahr stark schwanken. Gemessen am Börsenwert zählt Berkshire Hathaway zu den wertvollsten Unternehmen der Welt, die Bewertung gilt im Vergleich zu vielen Technologiewerten als eher moderat.
Wegen der Breite des Geschäfts hat Berkshire keinen direkten Wettbewerber. In den einzelnen Sparten konkurriert der Konzern mit Versicherern und Rückversicherern wie Chubb, Travelers, Progressive, Munich Re oder Swiss Re, im Schienenverkehr mit Unionen wie Union Pacific und im Energiesektor mit anderen Versorgern. Als Beteiligungsgesellschaft wird er außerdem mit anderen Holdings und Investmentvehikeln verglichen.
Eine Dividende zahlt Berkshire Hathaway nicht. Gewinne werden einbehalten und in Übernahmen, Beteiligungen und Aktienrückkäufe gelenkt. Anleger profitieren daher nur über Kurssteigerungen.
Chancen liegen in der breiten Diversifikation, der starken Kapitalausstattung, die auch in Krisen Zukäufe erlaubt, und der konservativen Bilanzpolitik. Risiken sind die Abhängigkeit vom Versicherungsgeschäft und von Großschäden, die Konzentration des Portfolios auf wenige große Aktienpositionen, die Konjunkturabhängigkeit von Bahn und Industrie sowie die Schwierigkeit, mit dem enormen Kapital noch ausreichend große, renditestarke Investments zu finden. Hinzu kommt der Wechsel an der Konzernspitze, der die Unternehmenskultur verändern kann. Auch das Wechselkursrisiko ist für Anleger aus dem Euroraum relevant, da der Konzern in US-Dollar bilanziert.
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