ASML Holding N.V. ist ein niederländischer Technologiekonzern mit Hauptsitz in Veldhoven. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Lithografiesysteme, mit denen Chiphersteller Schaltkreise auf Siliziumwafer belichten. Die ASML-Aktie ist ein gewöhnliches Wertpapier und wird neben der Heimatbörse Euronext Amsterdam auch an der NASDAQ gehandelt.
Im Zentrum des Geschäfts stehen Belichtungsanlagen für die Halbleiterfertigung, darunter die EUV-Technologie (extrem ultraviolettes Licht). Diese ermöglicht die Herstellung besonders kleiner und leistungsfähiger Chips. Bei EUV-Systemen gilt ASML als einziger Anbieter weltweit. Ergänzt wird das Angebot durch DUV-Systeme, Messtechnik, Software sowie Wartung und Service für die installierte Basis. Zu den Kunden zählen die großen Chiphersteller und Auftragsfertiger in Asien, den USA und Europa.
Im Sektor nimmt ASML eine Schlüsselstellung in der Lieferkette der Halbleiterindustrie ein. Bei fortschrittlichen Lithografiesystemen hat das Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung. Konkurrenten in der Lithografie sind vor allem die japanischen Unternehmen Nikon und Canon, die vorwiegend im weniger fortgeschrittenen Segment aktiv sind. Im weiteren Umfeld der Chipausrüster stehen Applied Materials, Lam Research und Tokyo Electron, die allerdings andere Prozessschritte abdecken.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte ASML einen Umsatz von 29,1 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 8,5 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine Nettomarge von rund 29 Prozent, ein sehr hoher Wert für einen Anlagenbauer. Das Unternehmen beschäftigt 44.209 Mitarbeiter. Die Dividendenpolitik ist moderat bis niedrig: ASML schüttet regelmäßig eine Dividende aus, die im Verhältnis zum Kurs gering ausfällt. Zusätzlich setzt das Unternehmen auf Aktienrückkäufe. Der Schwerpunkt liegt auf Investitionen in Forschung und Entwicklung.
Chancen für Anleger liegen in der strukturell wachsenden Nachfrage nach Chips, etwa durch künstliche Intelligenz, Rechenzentren, Elektromobilität und Industrieautomatisierung, sowie in der Technologieführerschaft mit hohen Eintrittsbarrieren. Risiken bestehen in der Zyklik der Halbleiterbranche, der Abhängigkeit von wenigen Großkunden und geopolitischen Spannungen. Exportbeschränkungen, vor allem gegenüber China, können das Geschäft belasten. Hinzu kommt eine insgesamt hohe Bewertung, die die Aktie anfällig für Enttäuschungen macht. Da die Notierung in US-Dollar oder Euro erfolgen kann, spielen auch Wechselkurse eine Rolle.
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